Politik

Was macht die Welt?

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Dem Frieden vertrauen, den Sultan beraten, dem „Clown“ misstrauen und ein Abschied von Mrs. Fake News.

Ein Öltanker steht im Persischen Golf in Flammen.

In der Straße von Hormus brennen Tanker, und die USA und Iran verdächtigen sich gegenseitig der Brandstiftung. Wo soll das enden?

Nicht im Krieg. WmdW glaubt zwar, dass Iran die Strippen gezogen, auch die anspruchsvolle Ausrüstung geliefert hat, die normale Terroristen nicht haben. Überdies haben die Revolutionsgarden immer wieder damit gedroht, als Antwort auf Trumps Sanktionen den internationalen Ölverkehr in der Straße von Hormus lahmzulegen. Aber sie haben geschickt ihre Spuren verwischt, um Trump kein Argument für Gegengewalt zu liefern. Sie wissen, dass Trump zwar ein loses Mundwerk hat, aber Amerika nicht schon wieder in einen Mittelostkrieg verwickeln will. Diese Runde geht an Teheran, wie auch die ambivalenten US-Reaktionen zeigen.

Nato-Land Türkei kauft Raketenabwehrsysteme bei den Russen. Gehört sich das?

Nein. Das bezeugt schon Washingtons neue Weigerung, die versprochenen F-35 an die Türkei auszuliefern. Dem Mann die besten Kampfjets im US-Arsenal zu überlassen, wäre auch recht blöd, wenn er das russische S-400-Abwehrsystem mitsamt Ausbildern kriegt. Die Geschosse befänden sich auf denselben Stützpunkten wie die Jets. So könnten die Russen rasch lernen, wie man die F-35 austrickst. Überhaupt ist Erdogan zwar in der Nato, aber ein unsicherer Gesell, der in Nahost eher gegen als mit Amerika agiert. Der Sultan von eigenen Gnaden wäre gut beraten, wenn er statt des S-400-Systems US-Patriot-Raketen kaufte. Das fordert auch die Nato.

Boris Johnson wird vermutlich der nächste britische Premier, der dann den Brexit exekutiert – mit oder ohne Deal. Oder auch nicht?

Zuzutrauen ist dem Boris J. alles, den der Economist einen „konservativen Clown“ nennt. Allerdings ist das Verhalten des Parlaments kaum weniger bizarr. Wer weiß? Sollte Boris einen „harten“ Brexit ansteuern, könnte es ihn mit einem Misstrauensvotum stürzen und so Neuwahlen im Herbst erzwingen – Finis Boris. Oder: In seiner Unberechenbarkeit könnte dieser „Clown“ die EU so weit einschüchtern, dass er bessere Bedingungen als Mrs. May kriegt. Oder er inszeniert ein zweites Referendum. WmdW setzt keinen Cent bei irgendwelchen Wetten ein.

Ein letztes Wort zu Mrs. Fake News Sahra Sanders…

Wenn irgendjemand wie die Ex-Sprecherin des Weißen Hauses sagt, sie wolle sich wieder mehr um ihre Familie kümmern, dann ist sie gefeuert oder vergrault worden. Und das, obwohl sie Trumps treueste Dienerin war, die sogar für ihn gelogen hat. Die Trennung ist auf jeden Fall absolut schlüssig. Denn Trump braucht keine Sprecher. Er redet per Twitter direkt mit dem Volk und gibt selber Stehgreif-Pressekonferenzen. Sanders ist seit Monaten nicht mehr vor den Pressepulk getreten.

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