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Kippa-Tragen ist gefährlich

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Der Antisemitismus-Beauftragte warnt davor, sich mancherorts als Jude zu erkennen zu geben. Ist das Alarmismus? Nein, Realität. Ein Kommentar.

Risiko jüdische Kopfbedeckung. In einigen Gegenden ist es besser, die Kippa zu verbergen.

Felix Klein sei Dank. Der Beauftragte der Bundesregierung zur Bekämpfung des Antisemitismus nennt das beschämende Übel beim Namen: Juden können sich in einigen deutschen Städten nicht als Juden zu erkennen geben.

Eine Kette mit Davidstern oder eine Kippa zu tragen, ist in manchen Gegenden riskant, ja, gefährlich. Denn wer sich in aller Öffentlichkeit zu seiner Religion bekennt, kann rasch zum Ziel antisemitischer Attacken werden.

Dass Klein diese Bedrohungslage nun gewissermaßen von Staats wegen mit klaren Worten beschreibt, hat nichts mit Alarmismus zu tun. Sondern er beschreibt, was heute wieder auf deutschen Straßen geschieht.

Immer hemmungsloser wird gehetzt

Judenfeindlichkeit und Judenhass sind Realität. Die Betroffenen registrieren sehr wohl, wie sich das politische und gesellschaftliche Klima auf erschreckende Weise verschlechtert.

Immer unverfrorener wird gehetzt, gedroht, geschlagen. Kein Wunder, dass in der jüdischen Gemeinschaft die Verunsicherung groß ist.

Findet klare Worte: Felix Klein, Regierungsbeauftragter für den Kampf gegen Antisemitismus.

Klein tut gut daran, um die Missstände keinen beschwichtigenden Bogen zu machen, sondern Tachles zu reden. Ist das Eingeständnis ein Armutszeugnis für Deutschland? Sicherlich. Aber ein längst überfälliges. Denn es ist Zeit, dass gegen Antisemitismus endlich klare Kante gezeigt wird.

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