Politik

Grüne weiter vor Union als stärkste Kraft

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Anfang Juni erhielten die Grünen in einer Umfrage erstmals den meisten Zuspruch. Der Rekordwert bleibt bestehen, während die SPD auf Platz vier abrutscht.

Das Spitzenduo der Grünen, Annalena Baerbock und Robert Habeck

Die Grünen bleiben in einer neuen Forsa-Umfrage mit 27 Prozent klar stärkste Kraft. Auf dem zweiten Platz folgen in dem am Samstag veröffentlichten “Trendbarometer” von RTL und n-tv die CDU/CSU mit 24 Prozent (beide unverändert). Die AfD verbessert sich um einen Punkt auf 13 Prozent, die SPD fällt mit nur noch elf Prozent (minus eins) auf den vierten Platz zurück.

Die FDP erreicht nur noch neun Prozent (minus eins), die Linkspartei unverändert acht. Rechnerisch möglich wäre damit als einziges Zweierbündnis eine grün-schwarze Koalition. Für die Umfrage befragte Forsa von Dienstag bis Freitag 2001 Wahlberechtigte. Die Fehlertoleranz wurde mit plus/minus 2,5 Prozentpunkten angegeben. Im “Trendbarometer” von Anfang Juni hatten die Grünen erstmals den Spitzenplatz belegt. Anschließend bestätigten das ZDF-“Politbarometer” und der “Deutschlandtrend” der ARD den großen Zuspruch.


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Noch deutlicher fallen in der aktuellen Umfrage die Werte in der Gruppe der Schüler und Studenten aus. Hier erreichen die Grünen mit 51 Prozent die absolute Mehrheit. Es folgt die CDU/CSU mit zehn Prozent vor FDP und Linkspartei mit jeweils neun Prozent und der SPD auf dem fünften Platz mit acht Prozent.

Zugleich gaben von den Befragten insgesamt aber 59 Prozent an, sie würden es “persönlich bedauern, wenn die SPD in der Bedeutungslosigkeit verschwinden würde”. 36 Prozent wäre dies egal. Auch 70 Prozent der Grünen-Anhänger und 66 Prozent der Unionsanhänger bedauern demnach den Niedergang der SPD.

Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles vom Partei- und Fraktionsvorsitz sucht die Partei eine neue Spitze. Immer wieder wird Juso-Chef Kevin Kühnert als möglicher Kandidat genannt. Laut Umfrage traut die Mehrheit (56 Prozent) ihm aber nicht zu, die SPD aus dem Stimmungstief zu führen. 23 Prozent halten Kühnert für geeignet, SPD-Vorsitzender zu werden. 21 Prozent haben dazu keine Einschätzung. Auch die SPD-Anhänger und die früheren SPD-Wähler setzen nur zu einem Viertel ihr Vertrauen in Kühnert. (mes, AFP, Reuters)

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